Fritz, das Limpurger Kälbchen
Am Dienstag kam Fritz zur Welt — das erste Limpurger Kälbchen dieses Frühjahrs. Mutter Berta hat ihn ohne unsere Hilfe geboren, draußen auf der Weide, im ersten Sonnenschein des Tages. Sie ist eine erfahrene Mutter, das ist ihr fünftes Kälbchen.
Limpurger Rinder sind eine alte Rasse, die zwischendurch fast ausgestorben war. Heute gibt es weltweit nur noch knapp 1.000 Tiere — und wir haben das Glück, mit 18 Tieren zu den größten Haltern Deutschlands zu gehören.
Fritz wird jetzt sechs Monate bei seiner Mutter trinken, dann kommt er in die Junggesellenherde mit den anderen Kälbern dieses Jahrgangs. Mit zwei Jahren wird er schließlich zum Metzger Mayer gehen — den Weg dorthin gehe ich persönlich mit ihm. Stress wollen wir keinen.
Ich weiß, dass das Thema Schlachtung schwierig ist, und ich verstehe, wenn manche darüber nicht lesen wollen. Aber für mich gehört es zu einem ehrlichen Umgang mit unseren Tieren dazu, auch über das Ende zu reden — nicht nur über den süßen Anfang.
Wenn ihr Fritz besuchen wollt, kommt einfach vorbei. Er steht meistens vorne an der Weide.
Friedrich